ASSAULT! JACK THE RIPPER (Boko! Kirisaki Jakku)

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Japan 1976
Regie: Yasuharu Hasebe
Drehbuch: Chiho Katsura
Produzent: Ryoji Ito
Kamera: Masaru Mori
Musik: Taichi Tsukimizato
Darsteller: Tamaki Katsura, Yutaka Hayashi, Yuri Yamashina, Natsuko Yashiro
72 min

Hasebes Vergewaltigungs-Quintett Teil 2: Lustmord

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„1976 habe ich drei Genre-Filme direkt hintereinander gedreht. RAPE!, ASSAULT! JACK THE RIPPER und RAPE – 13TH HOUR. Ich bin mir nicht sicher, ob das gute Filme waren, aber die Kartenverkaufszahlen waren bemerkenswert.“ (Yasuharu Hasebe)
Hasebes Vergewaltigungs-Oeuvre kann in zwei Phasen unterteilt werden. Die ersten drei Filme können als Einheit betrachtet werden, während die beiden Letzten eher als Nachtrag zu sehen sind. Ein Nachtrag, der zwar weniger von ausufernder expliziter Gewalt geprägt war, jedoch, was amoralische Kompromisslosigkeit anbelangt, den anderen Filmen in nichts nachsteht.
ASSAULT! JACK THE RIPPER fällt in Hasebes Vergewaltigungsquintett ein bisschen aus der Reihe: Nachdem Ken (Yutaka Hayashi) und Yuri (Tamaki Katsura) versehentlich eine Frau angefahren haben und diese dabei zu Tode kommt, erwacht in ihnen eine sprichwörtliche Mordlust beim sexuell motivierten Abschlachten junger Frauen, vorzugsweise durch die Penetration mit einem Küchenmesser im Genitalbereich (wie Jack the Ripper). Nach einigen gemeinsamen Morden verliert der Koch das sexuelle Interesse an seiner Komplizin und zieht alleine los, um seine Triebe zu befriedigen. In einem Schwesternheim kulminiert seine Blutlust in einem Massaker, dem auch die hinzukommende Yuri zum Opfer fällt.

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Das Thema hier ist nicht wirklich Vergewaltigung, sondern noch eine Stufe weiter: Durch den einleitenden Unfall entdeckt das Pärchen, das es weniger Lust am Vergewaltigen, sondern vielmehr am Ermorden ihrer Opfer findet. Das Leid der Opfer während des Abschlachtens befruchtet ihre Libido. Während Yuris Lustkatalysator konstant bleibt, steigert sich Ken immer mehr in einen echten Blutrausch hinein, bei dem der eigentliche Sexakt nach den Morden immer unwichtiger wird, Mord ist seine Substitution für Sex. ASSAULT! JACK THE RIPPER nimmt somit die Beweggründe des russischen Serienmörders Andrei Tschikatilo vorweg.
Hasebes Vergewaltigungs-Quintett beschwört das Ende von Humanismus und Zivilisation: Hier sind ausnahmslos alle Männer Triebtäter und Frauen haben sich diesem Trieb anzupassen, um nicht unterzugehen. Sogar in ASSAULT! JACK THE RIPPER wird Yuri, die Ken anfangs zu den Morden anstiftet, irgendwann wegen fehlender Eigeninitiative zum fünften Rad am Wagen. Jede Charakterentwicklung in dieser Reihe findet (wenn überhaupt) nur ins Asoziale oder Anti-Soziale statt. Demzufolge verweigern sich alle Filme dem gängigen Identifikationsprinzip, was z.B. auch John McNaughtons HENRY so verstörend machte. Hasebe zeigt nur (und das aufgrund jahrelanger Erfahrung technisch sehr gekonnt), hinterfragt nicht und lässt in keinem der Filme ein Happy-End zu.
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Arthouse-Exploitation-Gewichtung 40:60

Schulnote: 2

Dieser Film beschert Menschen einen unterhaltsamen Abend, die
RAPE! (Yasuharu Hasebe)
RAPE – 13TH HOUR (Yasuharu Hasebe)
ATTACKED!! (Yasuharu Hasebe)
RAPING! (Yasuharu Hasebe)
mochten

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